Grottes du Regules - Chateau de la Roche Courbon (07.06.26)
Auf dem Weg zum nächsten Quartier in Sugeres, wo uns der Gastgeber erst nach 17.00 Uhr empfangen konnte, hatten wir ausreichend Zeit, um uns zwei Sehenswürdigkeiten genauer anzuschauen. Die Fahrt führte durch landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet. Diese Giraffen stehen an der Atlantikküste bei Les Sables‑d Olonne.
Unser erstes Besichtigungsziel waren die Grottes du Régulus. Das sind Felswohnungen direkt über der Gironde-Mündung in den Klippen von Meschers‑sur‑Gironde. Sie gehören zu den bekanntesten Grotten der Region und bieten eine Mischung aus Natur, Geschichte und spektakulärer Aussicht. Es sind keine Tropfsteinhöhlen, sondern historische Wohnhöhlen, die seit Jahrhunderten in die weichen Kalkfelsen geschlagen wurden. Sie erzählen Geschichten von Fischern, Schmugglern, Piraten, Eremiten und Widerstandskämpfern. Sie bieten einen grandiosen Blick über die Gironde. Die Eintrittspreise von moderat 7 EURO pro Erwachsener sind moderat. Man hat Rekonstruktionen von früheren Lebenssituationen der Menschen vorgenommen. Die vorhandene Ausstellung über die Bewohner und die Geschichte der Höhlen ist sehr interessant.
Die dramatischen Klippen & Fischerhütten sind für Fotografen ein Eldorado. Auf einem schönen Küstenweg zwischen den Höhlen sind die einzelnen Orte gut erreichbar.
Der zweite Höhepunkt des Tages war der Besuch des Château de La Roche Courbon. Ein schönes Renaissance‑Schloss, berühmt für seine Gärten à la française, seine prähistorischen Grotten und ein außergewöhnlich vielfältiges Angebot an kulturellen, historischen und spielerischen Aktivitäten. Es gilt als das "Schloss der schlafenden Schönheit".
Es wurde im 15. Jahrhundert auf einem Felsvorsprung über dem Bruant-Tal erbaut. Nach Vernachlässigung im 19. Jahrhundert wurde das Schloss ab 1920 von Paul Chénereau restauriert, dessen Familie es bis heute bewohnt.
Die Gärten gehören zu den "Jardins Remarquables" Frankreichs. Das ist klassische französische Gartenarchitektur mit Topiarien, Statuen, Terrassen und Wasserbecken. Topiarien sind lebende Skulpturen aus Sträuchern oder kleinen Bäumen, die durch präzises Schneiden in geometrische oder figürliche Formen gebracht werden. Sie gehören zu den ältesten und kunstvollsten Techniken der Gartenkunst und prägen besonders die französischen Renaissance‑ und Barockgärten.
Der Spiegelteich (Grand Étang / Miroir dEau)i ist ein ikonisches Element der Außenanlagen. Das langgestreckte Wasserbecken reflektiert wie ein Spiegel die Fassade des Schlosses. Es ist von Rasenflächen und Wald umgeben..
Der Teich markiert den Übergang zwischen Gartenkunst und wilder Landschaft.
Viele Besucher nennen diesen Bereich den fotogensten Ort der gesamten Anlage.
Wenn man vor dem Schloss steht und über die Parterres blickst, fällt der Blick auf die breite, monumentale Treppe, die sich mittig gegenüber der Schlossfassade erhebt. Sie ist das zentrale architektonische Element, das die Gärten strukturiert.
Am späten Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft in Sugeres. Der Gastgeber empfing uns sehr freundlich und kommunizierte mit uns in der deutschen Sprache, die hatte er in Paris gelernt. Er zeigte uns sein Anwesen, bot uns Frühstückszeiten an und gab uns Empfehlungen zu sehenswerten Orten im Umfeld. Das Frühstück konnte man im Haus oder im Garten einnehmen.
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