19.06.2008
Besuch des Yosemiti-Nationalparks
Dass sich der Yosemite Park so großer Beliebheit erfreut, liegt nicht nur an seinen landschaftlichen Schönheiten, die sich vom Autositz aus konsumieren lassen, es liegt auch an seiner Lage: nur etwa 300 km sind es bis San Francisco. Um den Park nicht zu überlasten, haben die Verantwortlichen festgelegt, in der Hochsaison eine Quotenregelung einzuführen.
Und dennoch schieben sich tausende von Menschen, Auto an Auto, durch das berühmte Valley mit seinen glatten, nackten, über 1000m hohen Felswänden.
Mit dem Shuttlebuss ließen wir uns zu den berühmten Yosemite Falls, die in zwei Stufen 740 m tief stürzen und damit den Anspruch, höchster Wasserfall Nordamerikas für sich einnehmen, transportieren. Von den jährlich über 3 Millionen Besuchern, die nach Yosemite kommen, bleiben 90 % im Tal, das von der Fläche her nur 1% des Parks einnimmt.
Der Yosemite-Nationalpark wurde 1864 geschaffen. Flächenmäßig erstreckt er sich über 3081 Quadratkilometer entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada. Im Jahr 1984 wurde der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, da seine beeindruckenden Felsen aus Granit, seine Wasserfälle und klaren Bäche, die Haine von Mammutbäumen und seine Artenvielfalt weltweit bekannt sind. Der Park beheimatet eine Fülle von Pflanzen und Tieren. Er liegt in einer Höhe von 600 bis über 4000 Metern ü. NN, in ihm befinden sich höhenbedingt fünf verschiedene Ökosysteme.
Das 11 km lange Tal ist wunderschön: Der Merced River schuf und die Gletscher der letzten Vereisung polierten es. Mächtige Bergkuppen und Zinnen bilden die dramatische Kulisse, wie der El Capitan, eine glatte 1000 m hohe Felswand, die auf Kletterer unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt.
Trotzdem, wer sich vom berühmten Tal entfernt, wird auch in diesem Nationalpark einsame wunderschöne Flecken finden, wo er die Bergwelt ungestört genießen kann.
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